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Frau mit Roten Haaren die im Wind wehen.

Was du gegen Frizz tun kannst

ca. 4 Minuten

Kaum aus der Dusche – und schon fliegen die Haare in alle Richtungen? Willkommen im Frizz-Club! Keine Sorge: Du bist nicht allein. Frizz ist eines der häufigsten Haarprobleme überhaupt – besonders, wenn das Haar trocken, strapaziert oder einfach ein bisschen beleidigt ist.

Im Folgenden erfährst du, was Frizz wirklich ist, warum er entsteht und wie du ihn mit sanfter, natürlicher Pflege nachhaltig in den Griff bekommst.

frau mit frizz haaren

Was ist Frizz überhaupt?

„Frizz“ kommt aus dem Englischen und bedeutet „kräuseln“. Das Haar verliert seine glatte Struktur, einzelne Strähnen stehen ab oder kräuseln sich – vor allem bei feuchtem Wetter oder nach dem Föhnen.

Das passiert, wenn die Schuppenschicht der Haare (Cuticula) aufgeraut ist. Feuchtigkeit aus der Luft dringt ins Innere des Haares ein, lässt es aufquellen – und schon verlieren die Haare ihre Form.

Frizz kann bei allen Haartypen vorkommen, tritt aber häufiger auf bei:

  • trockenen oder lockigen Haaren
  • chemisch behandelten oder gefärbten Haaren
  • falscher oder zu aggressiver Pflege
Kurz gesagt: Frizz ist ein Zeichen von gestresstem Haar, das dringend Feuchtigkeit und liebevolle Pflege braucht.

Wie entsteht Frizz?

Unsere Haare bestehen hauptsächlich aus Keratinfasern, die von winzigen Schuppen umhüllt sind. Wenn diese äußere Schutzschicht beschädigt oder geöffnet ist, kann Feuchtigkeit leichter eindringen – und die Haare quellen auf.

Ergebnis: Sie stehen zu Berge oder kräuseln sich, weil sie unterschiedlich stark Feuchtigkeit aufnehmen. Manche Haare dehnen sich mehr aus als andere – das sorgt für das typische „aufgeplusterte“ Frizz-Bild.

Mögliche Ursachen:

  • Hitze (zu heißes Föhnen, Glätten oder Locken)
  • Sulfate in konventionellen Shampoos
  • Heizungsluft & hohe Luftfeuchtigkeit
  • Chemische Behandlungen (z. B. Blondierungen, Dauerwellen)
  • Reibung durch Handtücher, Kleidung oder Kissenbezüge
  • Mangelnde Feuchtigkeitspflege

Ursachen für Frizz: Warum treten plötzlich „fliegende Haare“ auf?

Frizz ist kein Zufall – sondern ein Warnsignal deines Haars. Deine Haare sagen dir damit: „Mir fehlt Feuchtigkeit!“

  1. Sulfate (SLS oder SLES): reinigen zu stark, entziehen wichtige Lipide und entfetten.
  2. Silikone: wirken kurz glänzend, können aber Pflege „aussperren“.
  3. Parabene & synthetische Duftstoffe: können Kopfhaut und Haar austrocknen.
  4. Zu heißes Styling: zerstört natürliche Bindungen im Haar (Feuchtigkeitsverlust!).
  5. Mechanische Reibung: z. B. Frottieren mit dem Handtuch oder synthetische Kleidung.
Fun Fact: Je feiner oder länger das Haar ist, desto empfindlicher reagiert es auf Feuchtigkeitsschwankungen – deshalb haben besonders lange Haare öfter Frizz als kurze.

Anti-Frizz Tipps: Was tun gegen Frizz?

Mit der richtigen Routine und etwas Geduld kannst du deinem Haar helfen, wieder ruhig und geschmeidig zu werden – dauerhaft.

1. Sanft reinigen statt austrocknen

Ein zu starkes Shampoo zieht die natürlichen Öle aus Haar und Kopfhaut ab und verstärkt Frizz. Greif lieber zu milden, sulfatfreien Produkten auf natürlicher Basis.

Tipp: Ein festes Shampoo & Duschgel kann hier besonders gut passen:
  • Reinigt sanft mit pflanzlichen Kokos-Tensiden
  • Pflegt mit Bio-Kokosöl & pflanzlichem Glycerin
  • pH-neutral, vegan & frei von Silikonen, Sulfaten und Parabenen
  • Fördert natürliche Feuchtigkeit statt sie zu entziehen
Ergebnis: sauberes, weiches Haar, das glänzt, statt zu fliegen.

2. Conditioner & natürliche Öle verwenden

Nach jeder Wäsche gehört Feuchtigkeit ins Haar – sonst rebelliert es. Ein fester Conditioner oder ein Haaröl (z. B. Argan- oder Brokkolisamenöl) glättet die Schuppenschicht und macht die Haare geschmeidig.

Sofort-Tipp: Reibe 1–2 Tropfen Öl zwischen den Handflächen und streiche nur über die trockenen Spitzen.

3. Schonend trocknen – Handtücher können Frizz fördern

Nasses Haar ist empfindlich: Statt kräftig zu rubbeln, lieber mit einem Mikrofasertuch oder einem Baumwoll-T-Shirt sanft ausdrücken. Wenn du föhnst: auf niedriger Stufe und mit Abstand.

4. Auf Seide schlafen (oder wenigstens weich!)

Ein rauer Baumwollbezug reibt die Haarstruktur auf. Satin oder Seide verhindern genau das – deine Haare gleiten darüber, statt sich aufzureiben.

Extra-Tipp: Nie mit nassen Haaren schlafen gehen!

5. Hausmittel gegen Frizz

Natürliche Pflegerituale wirken oft Wunder:

  • Apfelessig-Rinse: 1 EL Apfelessig mit 400 ml Wasser mischen, nach der Haarwäsche über die Haare geben und im Haar lassen (nicht ausspülen).
  • Aloe Vera-Gel: reguliert den Feuchtigkeitshaushalt
  • Honigmaske: spendet langfristig Feuchtigkeit
  • Kokosmilch: beruhigt krauses Haar und sorgt für mehr Glanz

6. Sanftes Styling

Verwende Bürsten mit Naturborsten oder Holzstiften, keine Plastikborsten oder Metallzinken. Lockere Frisuren wie Dutt, Zopf oder geflochtene Styles schützen vor Wind, Reibung und Feuchtigkeit. Und: Lass dein Haar an freien Tagen einfach mal in Ruhe.

fester conditioner von duschbrocken auf dem badewanenrand

Dauerhaft Frizz vorbeugen – dein Pflegeplan

Täglich

  • Milde, natürliche Reinigung
  • Spitzen mit Feuchtigkeit pflegen
  • Haare nicht rubbeln, nur sanft trocknen

Wöchentlich

  • Tiefenpflege oder natürliche Haarkur
  • Haaröl oder Aloe Vera als Pflegeboost

Langfristig

  • Kein aggressives Styling
  • Ausreichend Wasser trinken (auch das hilft deinem Haar!)
  • Ernährung mit Omega-3-Fettsäuren, Biotin & Zink

Fazit: Natürlich gegen Frizz

Frizz ist kein Schicksal, sondern ein Zeichen dafür, dass dein Haar Pflege braucht – aber die richtige! Wenn du auf Silikone, Sulfate und Parabene verzichten möchtest und lieber zu natürlichen Inhaltsstoffen greifst, wirst du schnell merken: Dein Haar kann wieder das tun, was es am besten kann – glänzen, statt fliegen.